Tuning Reviews

Kit, Regler und Motoren

Gmade BOM Kit

Kit Montage:
Wer den Karton des Gmade BOM Kit öffnet findet eine grosse Anzahl an Plastiktüten mit Gittern, eine grosse Tüte Schrauben, einen Bogen mit Aufklebern, ein Satz Reifen, eine klare Lexankarosserie und eine Bedienungsanleitung. Die Bedienungsanleitung ist gut verständlich in englisch, das entgittern der Bauteile geht leicht von der Hand da der Kunststoff ist recht weich ist. Die Schrauben sind leider nicht den Baugruppen nach geordnet sondern nur der Grösse nach. Hier sollte man dann versuchen eine gewisse Ordnung einzuhalten um nicht irgendwann jede Schraube nachmessen zu müssen. Den Kunststof hätte man vielleicht nicht so extrem weich machen sollen, was beim entgittern sehr angenehm ist wird beim zusammenschauben dann zum Problem. Selbst eine M3 Schraube ist hier im Kunststoff schnell überdreht. Wer also mit einem Akkuschrauber parallel arbeitet sollte die Schrauben nicht bis zum Anschlag eindrehen, sondern die letzten 2-3 Gewindegänge mit der Hand erledigen. Selbst 0,35 Nm sind hier schon zuviel und ein Drehmomentschlüssel löst nicht aus.

Licht und Schatten:
Ein paar Dinge fallen leider negativ auf, zum einen der extrem weiche Kunststoff, zum anderen die an manchen Stellen nicht durchdachte Montage. Um zB. das Motorritzel zu ändern muss man die Empfängerbox abschrauben. Gmade hat die eine Schraube recht unglücklich unter dieser positioniert. Auc wurde beim Druck der Bedienungsanleitung etwas gespart. Das Kit kommt mit zwei Möglichkeiten der Dämpferbefestigung, einmal die Cantilever Ansteuerung und eine zweite bei dem die Dämpfer im 45Grad Winkel hinter die Achse montiert werden. Das hat Gmade aber einfach in der Beschreibung vergessen. Hier muss man sich auf der Seite von Gmade ein Bild suchen und dann selber Kopf und Hand anlegen.

Wenn das Fahrzeug montiert ist fällt einem die sehr gelungene Gewichtsverteilung auf, Akku, Motor, Servo und Elektronik sind in der vorderen Hälfte plaziert worden. Hinten ist der Wagen extrem leicht. Auch die Verschränkung der Achsen in der Cantileverversion ist wirklich enorm. Da wird man schon neugierig auf die erte Ausfahrt. Bei der Elektronik entschied ich mich für den Xpert Servo WR7701-LV, als Fernsteuerung / Empfänger wurde die Absima CR6P verbaut. Diese wird von mir auch in den TRX4 Modellen eingesetzt.

Kit Kit 45 Grad Kit

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BOM & HW1080 & RC4WD 27T

HW1080/RC4WD Zur ersten Fahrtest verbaute ich einen HobbyWing Quicrun ESC WP-1080, einer der wohl bekanntesten Crawlerregler auf dem Markt. Der lag noch bei mir in der Schublade und zwang sich mir förmlich auf. Als Motor sollte ein Traxxas Motor aus dem TRX4 herhalten, auch der war noch übrig, was aber leider an der viel zu langen Motorwelle scheiterte. Ein Anruf bei RC-HP und 24 Stunden später hielt ich zum ersten Test ein RC4WD Motor mit 27 Turn in der Hand. Kai-Uwe Nickel von RC-HP stellte diesen schnell und unkompliziert zur Verfügung. Noch den 1080er Regler eingestellt, Lenkanschläge justiert, kurzer Test in der Wohnung und ab nach Draussen in die freie Wildbahn.

Fahrbericht:
Das was als erstes auffiel, mit dem 27T Motor von RC4WD ist der BOM ordentlich flott unterwegs. Im Vergleich zum TRX4 mit 2 Ganggetriebe deutlich schneller als der erste Gang und etwas langsamer wie der Zweite (rein persönliche Empfindung).
An den ersten echten Steigungen und steinigen Passagen kam dann aber auch der absolute Fahrspass. Extrem leichtfüssig und wie eine Raubkatze bewältigt der BOM Steigungen und grobes Gelände. Die sehr gute Gewichtsverteilung macht sich hier schon im ungetunten Zustand bemerkbar. Blitzschnell kletterte der BOM die Anstiege nach oben und hatte fast immer alle Räder auf dem Boden. Auch die originalen Reifen verrichteten ihren Dienst hervorragend.

Etwas schlechter empfand ich die Dämpfer, einfach einen ticken zu hart bei dem aktuellen Gewicht neigte der Bom zum unruhigen fahren. Auch im Heck könnte der BOM etwas mehr Feinfüḧligkeit vertragen, wirkte er doch etwas kippelig. Gegen das Kippen im Heck gibt es im Zubehör einen geeigneten Querstabilisator. Das Fahrwerk ist recht stramm abgestimmt (Federn waren auf der obersten Position). Da aber die meisten den BOM wohl tunen werden wollen wir hier noch abwarten. Auch ist die Domstrebe aus dem Zubehör unumgänglich, die Dämpferaufnahmen vorne arbeiten hier ordentlich, in eine nicht gewünschte Richtung, mit. Die Kombination mit dem 1080er Regler und dem Motor erfüllt wirklich seinen Zweck und macht auch richtig Spass. Wenn man bedenkt das der Motor gerade mal 10,- Euro kostet und der Regler um die 50,-, kann man hier nichts falsch machen. Mit einem Strassenpreis von etwa 320,- Euro (ohne Elektrik) bekommt man mit dem Gmade BOM Kit eine extreme Spassmaschine die einem ein wirklich breites Grinsen ins Gesicht zaubert.

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HW1080 & Tekin HD 35T

1080/Tekin Klar war natürlich, da muss man ein Motor mit deutlich mehr Drehmoment rein. Da mir der BOM mit dem T27 etwas zu flott war entschied ich mich für den Tekin HD 35T. Ein spezieller Crawlermotor im mittleren Preissegment. Der Einbau war leider, wegen dem entfernen der Empfängerbox eben nicht schnell, aber immer noch im angemessenen Zeitrahmen erledigt. Der kurze Test ob alles funktioniert und wieder vor die Türe. Der Unterschied zum günstigen RC4WD-Motor war selbst auf gerader Strecke sofort erkennbar. Das Auto hing viel direkter am Gas, man merkte das der BOM nun unbedingt zeigen wollte was er kann. Gerade in den extrem langsamen Passagen merkte man den deutlich erhöhten Drehmoment des Autos. Kraftvoll zog sich der BOM den Berg herauf und stand dann im Gefälle wie die berühmte Eiche im Sturm, unbeweglich und ruhig.

In Sachen Motor/Regler Kombination ist man hier bestens aufgestellt und bekommt für unter 100,- Euro eine echte Waffe in die Hand. Man darf nicht vergessen das er BOM immernoch im originalen Zustand unterwegs ist, keine Gewichtszunahme, nichts. Also ab in die Werkstatt und die 4 Räder gegen ein paar aus Alu ausgestauscht. Das Gewicht stieg sofort spürbar in der Hand und in den Fahrbetrieb kam deutlich mehr Ruhe hinein. Das Mehrgewicht tut dem BOM richtig gut, das etwas unruhige gehoppel wird merklich reduziert, allerdings nicht vollkommen ausgeschaltet. Hier fehlen wohl noch 500Gramm an Eigengewicht. Die Tuninglinks aus Messing sollten hier wohl abhilfe schaffen, die originalen aus Aluminium sind nun wirklich alles, nur nicht schwer.

Empfehlung? Absolut! Die Kombination aus 35er oder 45er Bürstenmotor und HW1080 Regler macht nicht nur viel Spass, nein sie ist auch, was die Anschaffung angeht, der Vernunftsweg. Mit unter 100,- Euro für Beides hat man eine wirklich potente Combo und das Loch in der Geldbörse ist schnell mit Nadel und Faden wieder geschlossen.

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Gmade & HW1080 & Tekin HD 40T Hand Wound

1080-hw Nach der Ausfahrt mit dem Tekin HD 35T dachte ich mir, ich gebe dem Kleinen mal ordentlich Anacrawlika und Pumpe seine Muskeln mal auf. Rausgekommen ist der Tekin HD 40T Hand Wound. Handgewickelt und wie schon, aus einem anderen Test bekannt, mit Kraft ohne Ende. Ihn hatte ich ja noch vom Test aus einem anderen Crawler wo er mir viel Freude bereitet hatte. Also wieder das Spiel mit der Empfängerbox, den Motor eingebaut, kurzer Test und ab in die Freiheit. Als erstes fällt auf, wow T35 zu T40 ist schon bemerkbar, aber man fährt ja einen Crawler.

Was soll man zu diesen Kraftmonster schreiben, Leistung Leistung und noch mal Leistung. In jeder Geländesituation bekommt man Kraft die unnachgiebig auf den Boden abgegeben wird. In Sachen Geschwindigkeit ist das ja immer so eine Sache, einige träumen ja schon von 4S Akkus im Bom, hier wäre der Motor bestimmt zu langsam. Für alle die Drehmoment auch in den untersten Drehzahlen suchen, hier wird geholfen. Das wahre Potenzial kommt aber wohl erst mit aufgewichten des BOMs zum tragen. Mit knapp unter 100,- Euro bekommt man einen Kraftsportler in sein Auto der bestimmt immer genug Drehmoment bereit stellt.

Empfehlung? Bedingt! Für Bürstenfans mit Sicherheit das der Olymp des Fahrens, aber man gekommt eben auch für ein paar Euro mehr die sensorgesteuerte Brushless Combo Xerun AXE von HobbyWing. Wer den 1080er Regler schon sein Eigen nennt und nicht komplett neu investieren möchte eine lohnenswerte Ausgabe, wer aber Regler und Motor neu kaufen will kann auch über die Xerun AXE Combo nachdenken.

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Gmade & Xerun Axe Combo 1800

Xerun Der BOM mit der Xerun Axe Combo ist eine wirkliche Waffe. Solange die physikalischen Gesetze es zulassen fährt der Bom nach oben. Man hat teilweise das Gefühl man hätte vorne eine Person mit dem unsichtbaren Bindfaden der ihn nach oben zieht. Da wo die Traxxas Pedanten längst die Traktion zum Untergrund verloren haben oder sich im Sturz nach hinten verabschieden, zieht der BOM unbeirrt weiter nach oben durch.
Getestet wurde hier mit dem original Chassis ohne weitere Gewichte, Alufelgen von RC4WD, originale Reifen/Einlagen von Gmade, Stabi vorne in der Dämpferbrücke und dem Querstabi hinten in der Cantileveranlenkung. Befeuert wurde die Xerun Combo mit einem 2S Akku.

Bei der Überlegung ob man nun den 1800er oder den 2300 verbaut steht man wie immer vor der Frage was will ich genau. Das Ansprechverhalten des 1800er ist perfekt, er war immer schnell genug in dem doch schweren Gelände und dabei genial feinfühlig. Wer darüber nachdenkt und sagt, ich will einfach mehr Endgeschwindigkeit sollte noch einen kurzen Blick auf die 2Gang Version mit 2300er Xerun werfen.

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Gmade & Xerun Axe Combo / 2 Gang Getriebe

Xerun Im zweiten BOM wurde damals das 2Gang Getriebe von Gmade mitverbaut und nachdem die Probleme mit der Ansteuerung vom Servo im Griff waren entschied ich mich hier für den 2300er. In Sachen Endgeschwindikgeit liegt der 2300er im 1.Gang mit der 1800er Combo gleich auf. Die Minimalen Unterschiede in Sachen Topspeed lagen im 1 Prozent Bereich. Wenn man dann allerdings den zweiten Gang eingelegt hat war der BOM auch für das Hillclimbing perfekt, wobei man vielleicht das Cantileversystem gegen stehende Dämpfer tauschen sollte. Kurz angehalten und von 2S auf 3S umgestöpselt und das Tier wurde im BOM freigesetzt. Das Teil ging so extrem vorwärts, dass man das Gefüḧl bekam einen Basher in Lightform zu fahren.

Macht das 2Gang Getriebe nun Sinn? Ich denke man bequem drauf verzichten wenn man mit dem BOM crawlen möchte. Wem aber immer mal, beim gemütlichen crawlen der Finger juckt und das Tier loslassen will, der ist mit dem 2 Gang Getriebe, einem 2300er Xerun und 3S mehr wir extrem gut motorisiert.
Getestet wurde hier mit dem original Chassis ohne weitere Gewichte, Alufelgen von RC4WD, originale Reifen/Einlagen von Gmade, Stabi vorne in der Dämpferbrücke und dem Querstabi hinten in der Cantileveranlenkung. Befeuert wurde die Xerun Combo mit einem 2S Akku und 3S Akku.

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Reifeneinlagen - Vodoo oder Genial?

Einlagen01 Tuningreifeneinlagen, sind die Schaumstoffringe wirklich besser und die verschiedenen Ansatzpunkte nur Vodoo oder ist es wirklich die Offenbarung.

Testen werden wir die brandneuen Einlagen A.L.T.-Foams von RC-HP gegen zwei altbekannte aus dem Crawlerbereich.

Testbedingungen

Getestet wurde auf einem Gmade BOM mit einem Gewicht von 2,2kg, einem TRX Sport mit einem Gewicht von 3,5 kg und einem TRX Defender mit 5,0kg. Alle Einlagen auf RC4WD Stahlfelgen und in Mickey Thompson Baja Crawl Reifen 120mm. Die 4 Leute die die Fahrzeuge fahren wissen nicht welche Einlage in welchem Rad oder auf welchem Auto sind.

Reifeneinlagen - der Stoff aus dem die Haftung kommt

RC-HP geht mit seinen Einlagen einen anderen Weg wie die Konkurenz. Zum einen sollen diese Einlagen für alle Fahrzeuggewichte funktionieren zum anderen sind diese aus einem ClosedCell Schaumstoff der die Aufnahme von Wasser verhindert. Diese Eigenschaft ist wirklich sehr praktisch wenn man weiss, dass nach Gewässerfahrten sich oft Wasser in den Einlagen sammeln kann.
Das dann die Einlagen noch für fast jedes Fahrzeuggewicht geeignet sein sollen erfreut den Crawlerfahrer. Einmal kaufen und dann kann man damit fahren egal wieviel Messing an das Auto gebaut wird, das wäre doch perfekt.

Der optische Eindruck ist bei den A.L.T.s sehr gut, beim anfassen und drücken spürt man sofort den stabilen inneren Kern und beim Druck auf die Aussenfläche die Nachgiebigkeit der Lauffläche. Die Montage der Einlagen in den Reifen ist straff, die Montage der Felgen anschliessend geht blitzschnell von der Hand da die Einlagen im Bereich des Reifenwulst angefast sind.

Alle 3 getesteten Einlagen spielen in der ersten Liga. Bei allen war immer reichlich Grip zum Untergrund vorhanden. Die Unterschiede kamen bei den Fahrzeuggewichten. Während eine der Einlagen bei den 5 Kilo vom Defender bei Fahrten quer zum Hang schnell an Ihre Grenze kam, hier verschoben sich gefühlt die zwei unterschiedlichen Schaumstoffringe gegeneinander, blieben die anderen Zwei stabil und zeigeten keinerlei Walken. In Sachen Grip waren alle Fahrer der Meinung das die neuen A.L.T.-Foams einen Tick besser waren als ihre Gegner. Gerade in recht extremen Situationen hatte man das Gefühl das sich diese an den Untergrund festbeissen.

Fazit

Wer ein Model besitzt welches sehr leicht ist unter 2,5 kg kann bestimmt mit den originalen Einlagen (einfache Schaumstoffringe) gut leben. Der Wechsel zu einen der Alternativen ist aber immer eine gute Entscheidung. Sobald man die Autos ins Crawler Kampfgewicht hebt und wir mit den Kleinen die 3,5kg Marke überschreiten, sind auch gute Einlagen unumgänglich. Gerade wenn man quer zum Hang unterwegs ist, macht sich das Walken (wegkippen des Reifens auf der Felge) extrem bemerkbar und man ist schnell auf der Felge statt dem Gummi unterwegs.
Klar ist, Reifeneinlagen sind kein Vodoo, sie verändern das Fahrverhalten an unseren Modellen extrem, wirken direkt auf Grip, Seitenstabilität und vor allem auf den Fahrspass, wie kaum etwas anderes.

Empfehlung?

Alle 4 Tester fanden die A.L.T.'s nach den vielen Stunden im Wald am perfekt. Sie waren irgendwie die universellsten Einlagen unter all' den Testbedingungen. Der Grip und das Walkverhalten passten in jeder Situation, wobei hier der Unterschied zu einer der anderen Einlagen sehr gering war. Die Idee mit der zweiteiligen Einlage wurde von allen bei dem 5kg Defender als kontraproduktiv gesehen.
Das die A.L.T.s kein Wasser speichern war dann noch ein fetter Pluspunkt.
Ob sich bei Fahrzeugen deutlich über 5kg ein anderes Fahrverhalten feststellen lässt konnte wegen fehlender Fahrzeuge und passender Einlagen nicht ermittelt werden.

Testsieger?

Der Sieger ist für mich klar der A.L.T-Foam, da sie bei allen Fahrzeugen gleich gut waren und einfach eine schier grenzenlose Traktion aus dem Pneus holten. Ich bekomme ihn für jeden Reifendurchmesser und in verschiedenen Breiten. Dazu sind diese Einlagen im Grunde für fast jedes Fahrzeuggewicht verwendbar. Ich bin also nicht gezwungen die Einlagen nach dem beschweren meines Autos wieder umzubauen. Dazu sind sie komplett aus Closed Cell Schaumstoff, was bedeutet das diese kein Wasser in sich aufnehmen. Es ist also bedenkenlos möglich hier die Ringe in den Felgen zum Luftausgleich aufzubohren.

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